PALLIATIVMEDIZIN

 

Palliativmedizin ist keine „Sterbemedizin“. Die palliativmedizinischen Methoden und Einstellungen sind auch in früheren Stadien der Erkrankung gefordert, zum Teil schon, sobald die Diagnose bekannt ist. Ziel ist es, dem Patienten trotz seiner schweren Erkrankung ein beschwerdearmes, erträgliches Leben zu ermöglichen. Das Behandlungsziel ist eine möglichst umfassende Symptomkontrolle (z. B. von Schmerzen, Luftnot, Angst/Unruhe/psychischem Leid, Übelkeit/Erbrechen, offenen Wunden u.v.m.). Palliativmedizin bejaht das Leben und ist gegen eine Verkürzung, allerdings auch gegen medizinisch nicht sinnvolle Therapieversuche, die den Patienten belasten und verhindern, dass der Patient die verbleibende Lebenszeit optimal nutzen kann.

 

Dabei wendet sich die Palliativmedizin nicht ausschließlich an Patienten mit Krebserkrankungen, sondern steht ausdrücklich allen Patienten mit einer schweren, fortgeschrittenen/fortschreitenden Erkrankung und einer starken Symptomlast zu. Hierzu zählen schwere Herz- und Lungenerkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, COPD), schwere Nervenerkrankungen (z. B. Mb. Parkinson, ALS, schwere Schlaganfälle), schwere Leber- und Nierenerkrankungen oder infektionensbedingte chronisch progrediente Erkrankungen wie AIDS.

 

Wir arbeiten Hand in Hand mit Familienangehörigen, Pflegestellen und Krankenhäusern, so dass der Erkrankte im besten Fall auch zu Hause gut versorgt werden kann.